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archithese ist die führende Architekturzeitschrift der Schweiz und erschient 6x jährlich im Verlag Niggli

   
 
 

2001 – 2010

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1981 – 1990

1971 – 1980

2.2010
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Grosser Massstab

Grosser Massstab in Architektur und Städtebau
OMA in Singapur und Dubai
Robin Hood Gardens, London
Märkisches Viertel, Berlin
Ørestad, Kopenhagen
IJburg, Amsterdam
Wallisellen, Zürich
Graz-Reininghaus
Bigness populär

 

 

 

Im grossen Massstab zu denken und zu bauen, bleibt ein Faszinosum für Architekten. Standen Architekten, wie Friedrich Nietzsche es formulierte, seit jeher unter der «Suggestion der Macht», so hat die Frage des der «Bigness» seit Rem Koolhaas’ gleichnamigem Essay an Aktualität gewonnen. Grossmassstäblich können Einzelobjekte sein, denen das Potenzial zuerkannt wird, aufgrund ihrer Dimension vorfindliche städtische Situationen grundlegend zu verändern und die damit für das city branding relevant werden. Grossmassstäblich aber zeigen sich auch zeitgenössische europäische Stadterweiterungskonzepte. archithese stellt in diesem Heft paradigmatisch drei Konzepte für Stadterweiterungen vor: IJburg bei Amsterdam, die Vorstädte von Madrid sowie Ørestad in Kopenhagen.

Während in IJburg auf das kleinteilige Schema des verdichteten Einfamilienhausbaus zurückgegriffen wird, wie es für die Niederlände, aber auch England seit jeher typisch ist, tendiert die Siedlungsbautätigkeit in der Schweiz in den vergangenen Jahren zur Wiederentdeckung des Wohnblocks. Dafür mag man mehrere Gründe anführen: Grosse und kompakte Volumina kommen den Minergie-Normen entgegen und werden durch das Instrument der Arealüberbauung begünstigt. Zugleich aber ist ein Interesse von Architekten der jüngeren und mittleren Generation an der Architektur der Sechzigerjahre zu diagnostizieren. In einer Ära, in der man zwischen Desillusionierung und Pragmatismus navigiert, kann selbst der Rückblick auf die Spätmoderne zur Verheissung werden. Die Grosssiedlungskomplexe der Zeit liessen zumindest noch den Vorschein einer Utopie vom besseren Leben erahnen. Separate Beiträge dokumentieren die historischen Hintergründe zweier markanter Siedlungen der Zeit – Robin Hood Gardens in London und Märkisches Viertel Berlin – und widmen sich den heutigen Problemen der Erhaltung.

Im Kontrast zu den grossmassstäblichen Planungen werden als Architektur aktuell vier kleine Schweizer Projekte vorgestellt.

Rubrik
Boa Baumann Tribox, Aarau
Jan Kinsbergen Haus für eine Familie, Langenthal
Gramazio & Kohler Einfamilienhaus in Riedikon
Blanca Blarer Der doppelte Blick Eglisau



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