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2001 – 2010
1991 – 2000
1981 – 1990
1971 – 1980
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«Lasst sie zusammenfallen, die gebauten Gemeinheiten» – mit diesem Satz beginnt Bruno Taut seine 1920 erschienene Publikation Die Auflösung der Städte. Die zugehörige Grafik zeigt oben eine zusammenstürzende Mietskasernenstadt des 19. Jahrhunderts und unten mit der Beischrift «Nun blüht unsere Erde auf» die Vision der Zukunft: weit in der Landschaft verstreute Kleinhäuser, aus der Luft gesehen zu Blütenformationen arrangiert.
Es war der Hass auf das urbane Elend der grossen Stadt, der die Reformer zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach alternativen Siedlungsformen suchen liess. Theoretiker wie Ebenezer Howard (To-morrow. A Peaceful Path to Real Reform, 1900) hatten die Vorlage für suburbane Siedlungsmuster, und auch die Praktiker des Neuen Bauens folgten mit ihren Stadterweiterungen – handle es sich um Dessau-Törten, Frankfurt-Westhausen oder die Werkbundsiedlung Neubühl in Zürich – einem antiurbanen Reflex. Neue Dimensionen erfuhr die Suburbanisierung in der Weite Amerikas, wo Frank Lloyd Wright mit dem seit den frühen Dreissigerjahren ausgearbeiteten Konzept von Broadacre City eine naturnahe Siedlungsform für die Ära der Massenmobilisierung plante. Kritik an derlei Modellen, vor allem an der aus ihnen resultierenden Praxis der Zersiedelung, wurde bald manifest; so veröffentlichte der britische Architekt Hugh Casson im Februarheft des amerikanischen Journal of the AIA eine «Critique of Our Expanding ‹Subtopia›»: Die Redaktion leitete den Text mit den Worten «The author praises our buildings but reports that we live in a mess» ein und illustrierte ihn mit einer Karikatur von Tom Gladden, die das Monster des Unplanned Building mit einem ausgerissenen Baum in der Hand auf seinem Weg zwischen Einfamilienhäusern, Autofriedhof und Insignien der Werbewelt zeigt. Zum Aufblühen der Erde hatte die Auflösung der Städte nicht geführt.
In letzter Zeit wird häufig die Wiederkehr des Städtischen beschworen – und damit das Ende von Suburbia. Die amerikanische Immobilienkrise scheint derlei Überlegungen zu bestätigen. Doch so einfach, wie sie mitunter dargestellt wird, ist die Sachlage nicht. Die Vertreter der kompakten und der flächigen Stadt stehen sich unversöhnlich gegenüber. Wohin das Pendel in Zukunft aber ausschlägt, bleibt unklar.
Rubrik
Patrick Gmür, Jakob Steib Wohnsiedlungen Büelen
Imbisbühlstrasse, Zürich-Höngg
Frank Schäfer + L3P Haus Staldern, Regensberg
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