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2001 – 2010
1991 – 2000
1981 – 1990
1971 – 1980
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Seit der Revolutionierung des künstlichen Lichts – des Gaslichts zu Beginn und
des elektrischen Lichts gegen Ende des 19. Jahrhunderts – wird die Frage nach mehr oder weniger Licht immer wieder von Neuem verhandelt. Die aktuelle Debatte um Lichtverschmutzung zeigt es: Im Vordergrund stehen Lichtmenge, -intensität und -verteilung im Hinblick auf ökologischen, ökonomischen, kulturellen oder sozialen Nutzen respektive Schaden. Daneben findet aber auch eine Diskussion über «gutes», über «besseres» Licht statt – über eine qualitätvolle Beleuchtung also, die mit quantitativen Aspekten enger verknüpft ist, als es auf den ersten Blick erscheint.
Im Schnittpunkt dieser beiden Achsen situieren sich die Beiträge des vorliegenden Hefts. Sie thematisieren die Kriterien einer zeitgemässen Beleuchtung und berühren dabei Kontexte, die unterschiedlicher nicht sein könnten. So möchten wir Sie einladen, in den zauberhaften Schein vereinzelter Lichter an den Rändern der Stadt einzutauchen – des ehemaligen Industriegebiets Zürich West oder der Wohnüberbauung einer französischen Banlieue. Wir durchwandern lange Fussgängerunterführungen und treffen dabei auf museale Lichtinstallationen und bedeutungsvolle Lichtkunstwerke; wir erlauben uns einen Blick in den intimsten Raum der Wohnung – ins Badezimmer, wo wir uns allmorgendlich im besten Lichte sehen wollen; wir begutachten szenografische Lichteffekte in der Deutschen Börse Frankfurt. Liest man diese Beispiele vor dem Hintergrund der Überlegungen zweier Lichtgestalter, mit denen wir ein ausführliches Gespräch über ihre Profession geführt haben, so zeichnet sich ein breites Spektrum ab, in dem sich die Gestaltung mit Licht aktuell bewegt.
Die vorgestellten Beleuchtungen erhellen ihre gebaute Umgebung im Innen- und Aussenraum auf unterschiedliche Weise. So gibt die von innen heraus leuch-
tende, textile Fassade der neuen Miroiterie im Lausanner Quartier Flon ihrem Ort ein charakteristisches Gepräge, während das Beleuchtungsdesign einer Markenfiliale der Bekleidungsindustrie vielmehr mit globaler Leuchtkraft wirkt – auch wenn es sich dazu auf ein paar wenige, teure Kubikmeter in einer Shoppingmall reduzieren muss. Dass Werbung mit Licht so alt ist wie das elektrische Licht selbst, stellt übrigens ein Blick in die Geschichte gleich am Anfang des Hefts klar. Den Abschluss hingegen bildet die Zukunft: Wie werden unsere Städte in einigen Jahren leuchten? Ein neu entwickeltes Lichtprojektionsverfahren – energiesparend, lichtemissionsarm und grossräumig – lässt Vermutungen aufkommen.
Rubrik
LIN U-Boot-Bunker, Saint-Nazaire
Fuhrimann Hächler Häuser in Vnà und Lenzburg
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