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2001 – 2010
1991 – 2000
1981 – 1990
1971 – 1980
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Die Ära der Konsumkritik ist vorüber. Shopping ist kein Verhalten, dessen man sich zu schämen braucht. Im Gegenteil: Shopping gilt als eine Freizeitbeschäftigung, die – durch Publikationen wie Rem Koolhaas’ Harvard Guide to Shopping – beinahe kulturelle Weihen erhalten hat und für manche Menschen nachgerade zum Lebensinhalt avanciert ist.
Handel und Verkauf sind seit jeher Triebkräfte städtischer Entwicklungen gewesen, nicht erst im Zeitalter der Fussgängerzonen. Ob in der Antike oder im Mittelalter, in den Karawansereien der Wüste oder den Marktplätzen Afrikas: Siedlungen und Städte entwickelten sich als Orte des Austauschs von Produkten – und generierten als zunehmend sich verdichtende Agglomerationen jene Nachfrage, welche den Handel stetig ankurbelt.
Im Zeitalter der Globalisierung gewinnt die Logistik zunehmend an Bedeutung. Das Beispiel des amerikanischen Wal-Mart-Konzerns, der mit seinen Filialen zunächst die USA erobert hat, um seit einiger Zeit weltweit zu expandieren, zeigt die heutigen Strategien paradigmatisch. Offensiv eliminiert Wal-Mart zunächst die bestehende Geschäftsstruktur in zentralen Lagen, um dann seine Retail-Boxen an der Peripherie profitabel werden zu lassen.
Discount-Märkte am Rand der Städte, welche Kaufkraft aus dem Zentrum absaugen, stellen eines der heutigen Probleme dar. Doch die Alternative, Shopping- Malls in die Innenstädte zu implementieren, sind indes kaum eine probate Lösung, wie das neu eröffnete Einkaufszentrum Alexa nahe dem Berliner Alexanderplatz beweist.
Es gibt auch andere Strategien. Am Beispiel des Oostelijk Havengebiet Amsterdam, aber auch anhand der Initiativen von VW oder Benetton können Kees Christiaanse und Kerstin Höger nachweisen, dass grosse Firmen Städte für sich als
Aktionsfläche nutzen– mit beiderseitigem Gewinn. Investitionen in die Stadt sind nachhaltiger als kurzfristige, teure Werbekampagnen.
Eine gebrandete Stadtlandschaft stellt die Strasse Omotesando in Tokio dar, an der nahezu sämtliche internationale Modelabels mit einem architektonisch aufwendig gestalteten Flagship-Store vertreten sind. Ein gegenläufiges Modell nutzt Comme des Garçons: Anstatt in kostenträchtige Immobilien zu investieren, werden temporäre Guerilla-Stores beliefert, die an der Schnittstelle zwischen Kommerz und Kultur operieren.
Eine ganz andere Form des Handels verkörpert der Mercato in Äthiopien, der grösste Markt Afrikas: Hier ist es gelungen, bestehende, zum Teil auch informelle Strukturen zu stärken und den Begehrlichkeiten des globalen Kapitals zu widerstehen.
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Gigon/Guyer Erweiterung Kunstmuseum, Basel
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SUKO Architektur Haus in Gruiten
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