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2001 – 2010

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1981 – 1990

1971 – 1980

4.2006
CAAD
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33 Episoden über Architektur und Information
Eine Positionierung des CAAD
Computertechnologie – ein Plädoyer für offene Standards
Lars Spuybroek und der flexible Schinkel
Innovative Technologie, traditionelle Arbeitsteilung
Handwerk im Computerzeitalter
Die Programmierte Wand – ein Forschungsbericht
An den Grenzen der Standardisierung
Computerspiele und ihr Einfluss auf die Stadtplanung
Vers un mode de production non-standard
Computing and alternative design proposals
Digital Morphogenesis – a paradigmatic shift

 
Die digitale Revolution hat die Welt verändert und mit ihr die Architektur. Oder zumindest die Architekten: Schwankten Studierende im ersten Semester noch vor einem Jahrzehnt zwischen kabelgeführter Mayline und einfachem T-Lineal – und entschieden sich mehrheitlich vorerst für das günstige T-Lineal –, tragen heute alle einen Laptop unter dem Arm, der mit ungleich höheren Anschaffungskosten verbunden ist. Ohne CAAD (Computer Aided Architectural Design) geht in heutigen Architekturbüros gar nichts mehr. Mit seiner Hilfe werden Pläne und Visualisierungen gezeichnet, Kraftverläufe und Temperaturschwankungen simuliert, Lichtsituationen getestet, Kosten berechnet und Offerten erstellt. Die Kommunikation zwischen den am Bau Beteiligten hat sich beschleunigt, die Zusammenarbeit ist intensiver geworden. Dies bedeutet eine Befreiung von undankbarer Knochenarbeit und die Möglichkeit, sich auf andere Dinge zu konzentrieren – aber auch, wie Stefan Jauslins Essay in diesem Heft herausstreicht, eine neue Abhängigkeit der Architektinnen und Architekten von Softwareherstellern, die verständlicherweise wenig Interesse daran haben, die Situation zu entschärfen.

Doch inwiefern hat die Digitalisierung des architektonischen Alltags die Architektur selbst verändert? Sind neoorganische Blobs wirklich das letzte Wort? Wer in diesem Heft jene spektakulären Bilder sucht, die man im Zusammenhang mit CAAD zu sehen gewohnt ist, findet statt dessen Texte von Patrick Beaucé, Bernard Cache, Neil Leach und Peter Szalapaj – in den jeweiligen Orginalsprachen – sowie eine Positionierung des CAAD von Ludger Hovestadt. Hier soll es nicht primär darum gehen, wilde Formen zu zeigen, die ohne Computer nicht realisierbar gewesen wären. Vielmehr werden neue Möglichkeiten von Entwurf und Planung untersucht. In einem Interview legt Lars Spuybroek seine Idee einer neuen Architektur der Kontinuität dar. Der Beitrag von Fabio Gramazio und Matthias Kohler lässt erahnen, was geschieht, wenn Architektur nicht mehr gezeichnet, sondern programmiert wird – als Beispiel dient ein Industrieroboter, der mauern kann. Reto Durrer zeigt ein Projekt für anpassbare städtische Abfallcontainer, welches das Potenzial, aber auch die Grenzen des parametrischen Entwerfens illustriert.

Mit Mass Customization beschäftigt sich auch Oliver Fritz, der vor allem die Umsetzung in die Praxis thematisiert: Genaue Planung vorausgesetzt, gibt es heute dank computerunterstützter Bauproduktion (Computerized Numerical Control) keinen Preisunterschied mehr zwischen Standard- und Ausnahmeelementen. Dies beschert der Vorfabrikation ungeahnte neue Möglichkeiten, die nicht zuletzt auch das konventionelle Berufsbild des Architekten in Frage stellen – zumal sich in der engen Zusammenarbeit mit Spezialisten und ausführenden Firmen auch die Kompetenzbereiche zwischen den Beteiligten verschieben müssten.
Für eine neue Art der Kooperation plädiert auch der Ingenieur Mutsuru Sasaki, der mittels digitaler Technologie komplexe Tragkonstruktionen für Toyo Ito und andere international tätige Architekturbüros entwirft – obschon sich seiner Meinung nach, wie er in einem Beitrag von Marco Rossi erläutert, die Art und Weise der Zusammenarbeit trotz neuer technischer Werkzeuge bisher kaum verändert habe. Eine ungewöhnliche Perspektive eröffnen schliesslich Friedrich von Borries, Matthias Böttger und Steffen P. Walz hinsichtlich der Anwendung von Computerspielen in der Stadtplanung.

Rubriken
huggen_berger Schulhauserweiterung, Uetikon
David Chipperfield Literaturmuseum, Marbach



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