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archithese ist die führende Architekturzeitschrift der Schweiz und erschient 6x jährlich im Verlag Niggli

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Doch inwiefern hat die Digitalisierung des architektonischen Alltags die Architektur selbst verändert? Sind neoorganische Blobs wirklich das letzte Wort? Wer in diesem Heft jene spektakulären Bilder sucht, die man im Zusammenhang mit CAAD zu sehen gewohnt ist, findet statt dessen Texte von Patrick Beaucé, Bernard Cache, Neil Leach und Peter Szalapaj – in den jeweiligen Orginalsprachen – sowie eine Positionierung des CAAD von Ludger Hovestadt. Hier soll es nicht primär darum gehen, wilde Formen zu zeigen, die ohne Computer nicht realisierbar gewesen wären. Vielmehr werden neue Möglichkeiten von Entwurf und Planung untersucht. In einem Interview legt Lars Spuybroek seine Idee einer neuen Architektur der Kontinuität dar. Der Beitrag von Fabio Gramazio und Matthias Kohler lässt erahnen, was geschieht, wenn Architektur nicht mehr gezeichnet, sondern programmiert wird – als Beispiel dient ein Industrieroboter, der mauern kann. Reto Durrer zeigt ein Projekt für anpassbare städtische Abfallcontainer, welches das Potenzial, aber auch die Grenzen des parametrischen Entwerfens illustriert. Mit Mass Customization beschäftigt sich auch Oliver Fritz, der vor allem die Umsetzung in die Praxis thematisiert: Genaue Planung vorausgesetzt, gibt es heute dank computerunterstützter Bauproduktion (Computerized Numerical Control) keinen Preisunterschied mehr zwischen Standard- und Ausnahmeelementen. Dies beschert der Vorfabrikation ungeahnte neue Möglichkeiten, die nicht zuletzt auch das konventionelle Berufsbild des Architekten in Frage stellen – zumal sich in der engen Zusammenarbeit mit Spezialisten und ausführenden Firmen auch die Kompetenzbereiche zwischen den Beteiligten verschieben müssten. Für eine neue Art der Kooperation plädiert auch der Ingenieur Mutsuru Sasaki, der mittels digitaler Technologie komplexe Tragkonstruktionen für Toyo Ito und andere international tätige Architekturbüros entwirft – obschon sich seiner Meinung nach, wie er in einem Beitrag von Marco Rossi erläutert, die Art und Weise der Zusammenarbeit trotz neuer technischer Werkzeuge bisher kaum verändert habe. Eine ungewöhnliche Perspektive eröffnen schliesslich Friedrich von Borries, Matthias Böttger und Steffen P. Walz hinsichtlich der Anwendung von Computerspielen in der Stadtplanung. Rubriken |
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