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2001 – 2010

1991 – 2000

1981 – 1990

1971 – 1980

6.2004
Bauen in China
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Notizen aus Peking und Shanghai
Chinas Suche nach einer nationalen Form
Shanghai 2010 - How to ruin a city
Revitalisierung traditioneller Baustrukturen
Die Aktivitäten des Developers SOHO
Interview mit Jacques Herzog
Pragmatismus und Vision: Albert Speer im Gespräch
Rem Koolhaas' Stadt der erbitterten Gegensätze

Bauten und Projekte von: agps, Burckhardt und Partner, Burkhalter Sumi, Herzog & de Meuron, Otto Steidle, Steven Holl

 

Kein Chinese habe die Mao-Jacke ausgezogen, auch wenn die Revolution vorüber sei, liess der 1956 in Tsingtao geborene Künstler Sui Jianguo vor einiger Zeit wissen. Am Rande Pekings, auf dem Gelände einer ausgedienten Fabrik für Militärelektronik, die seit wenigen Jahren als Kulturzentrum umgenutzt wird, steht Suis Plastik Mao Jacket: eine gegossene, erstarrte Mao-Jacke, die ihre Form bewahrt, aber ihres Inhalts längst verlustig gegangen ist. Die Hülle, behelfsmässig durch Keile gestützt, ist erstarrt, als sei ein neuer Träger schon vorhanden, bloss unsichtbar. So ist die Plastik ein einprägsames Bild für ein Land, für eine Gesellschaft in Transformation, die gleichwohl die Gespenster der Vergangenheit kaum gebannt hat. Ohne Zweifel sind die Wandlungsprozesse der vergangenen Jahre ebenso atemberaubend wie faszinierend und erschreckend, und doch ist das Ziel der hemmungslosen Dynamik nicht recht zu fokussieren. China mit seiner Legierung aus Marxismus und Marktwirtschaft kann als das effizienteste Beispiel der neuen Boom-Staaten gelten, die sich innerhalb kürzester Frist in die Zukunft katapultieren. Wie lange dieser Prozess anhält, ist nicht vorauszusagen.
Für Architekten aus dem Westen wurde China in den vergangenen Jahren nachgerade zum gelobten Land. In einer Zeit, da im alten Europa die Aufträge rar und die Städte gebaut sind, avanciert das Land der Mitte zum Hoffnungsträger, zumal das Interesse für qualitätvolle Architektur wächst. Unkritische Euphorie ist nicht das Ziel des Heftes; es will dem zeitgenössischen Bauen in China auf mehreren Ebenen nahe kommen. Worin besteht für hiesige Architekten der Reiz, in einem Land zu bauen, in dem die Spielregeln ständig neu definiert werden und man gewahr sein muss, nach der ersten Runde das Feld zu verlassen? Was erwarten die chinesischen Auftraggeber von ihren westlichen Zulieferern? Wie entwickelte sich das chinesische Baugeschehen in den letzten Jahrzehnten, was sind die Verluste der Modernisierung?
In einer Serie von Fotografien aus dem Jahr 1995 sieht man, wie der Künstler Ai Weiwei eine zweitausend Jahre alte Han-Vase fallen lässt. Ohne Regung, als geschehe nichts.

Rubriken
Riken Yamamoto Beijing Jian Wai SOHO
Toyo Ito & Associates Performing Arts Centre, Matsumoto
Kurt Lustenberger & Jörg Condrau Gemeindehaus Ebikon



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