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Brennpunkt
London: Zum Stand der Dinge
Town Regeneration: one Example
Notizen
aus der britischen Kapitale
Bauten und Projekte: David Adjaye, Block, Caruso
St John, David Chipperfield, dsdha, FAT, Toni Fretton, Project
Orange, Sergison Bates, Surface, 6a, Sarah Wigglesworth |
| London hat mehr zu bieten als die Hightech-Architektur
von Norman Foster, Renzo Piano und Nicholas Grimshaw oder die reformerischen
Postulate des Prince of Wales. Die City entwickelt sich rasant – zum
Teil unter dem Diktat von Finanz und Wirtschaft, zum Teil gemäss
neuen, kommunalen Planungskonzepten. Seit der Machtübernahme
von New Labour ist das jahrelang vernachlässigte Thema der
Stadtplanung und des öffentlichen
Raumes im architektonischen Diskurs wieder präsent. Institutionen
wie das CABE (Commission of Architecture and Built Environment) fördern
mit Wettbewerben die architektonische Qualität, an den Hochschulen
finden vermehrt spekulative Diskussionen statt, und die Tate Gallery
von Herzog & de Meuron sorgt für unerwartete Impulse.
Gleichzeitig
wächst eine neue Generation von Architektinnen
und Architekten heran, die sich mit innovativen Ansätzen erfolgreich
vom establishment absetzen. Die Palette der Interessen und Strategien
ist äusserst vielfältig: David Adjaye Associates entwickeln
eine raffinierte, zwischen Pop und Art flirrende Architektur und
pflegen die Nähe zur schicken Kunst- und Partyszene;
FAT profiliert sich mit kritischen, humorvollen Statements zu Kunst,
Design und Architektur und sorgt mit provokativen, an Alltagskultur
und Trash inspirierten Entwürfen für Aufsehen; Caruso
St John Architects sind für ihre subtilen Eingriffe bekannt;
dsdha und muf verbinden soziales Engagement, architektonische Sorgfalt
und städtebauliche Analyse; der für seine minimalistischen
Projekte berühmte David Chipperfield überrascht mit räumlichen
Variationen; Project Orange gestaltet anspruchsvolle kommerzielle
Innenräume; Sergison Bates, Tony Fretton, Sarah Wigglesworth,
Block Architects, 6a Architects und viele andere mehr beweisen,
dass unterschiedlichste Ansätze zu qualitativ hoch stehender
Architektur führen können.
archithese hat sich mit jungen
Londoner Architektinnen und Architekten unterhalten und eine Reihe
neuer Projekte besichtigt. Dieses Heft
stellt einige davon vor – die Auswahl ist nicht erschöpfend,
kann es in diesem Rahmen auch nicht sein; sie soll lediglich eine
Idee der Vielfalt
vermitteln, welche die Londoner Architekturszene zur Zeit auszeichnet.
Und: Für einmal enthält das Heft keine französischen Übersetzungen,
sondern zwei Texte auf Englisch.
Rubriken
Michael Hopkins Inn the Park, London, 2004
Future Systems Selfridges, Birmingham, 2003 |