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archithese ist die führende Architekturzeitschrift der Schweiz und erschient 6x jährlich im Verlag Niggli

   
 
 

2001 – 2010

1991 – 2000

1981 – 1990

1971 – 1980

4.2004
Ökologisch bauen
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Chancen und Konflikte des ökologischen Bauens
Begriffe, Fakten, Zahlen
Warum immer Neues? Ein historischer Überblick
Dietmar Eberle im Gespräch
Stilhülse und Ökokern – das Ökohaus als Typus
Nachhaltigkeit im Hochbau
Siedlungsentwicklung aus der Sicht der Ökonomie
Widersprüchliche Siedlungskonzepte
Energie und Materie in der postfossilen Epoche
Energetisch optimierte Neubauten und Sanierungen:
Schweiz, Niederlande und Deutschland
 

Nachhaltigkeit, ökologisches Bauen, Energieeffizienz und Solararchitektur sind
salonfähig geworden; aus dem Architekturdiskurs sind sie, zumindest in Westeuropa, nicht mehr wegzudenken. Ob sich hinter diesen eifrig wiederholten Begriffen Lippenbekenntnisse trendbewusster Politiker oder ernsthafte Forschungsergebnisse engagierter Baufachleute verbergen, ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Was dagegen auffällt, ist das Misstrauen vieler Architektinnen und Architekten gegenüber Themen des ökologischen Bauens, als würde sich dieses auf das Erstellen plumper Einfamilienhaus-Holzkisten in der Peripherie beschränken und auf die Addition formloser Wintergärten, dicker Isolationsschichten und zusammenhanglos angebrachter Sonnenkollektoren. Architektonische Qualität und die Berücksichtigung ökologischer Zusammenhänge werden häufig als unvereinbare Gegensätze empfunden – und es ist auch nicht zu leugnen, dass bei der Erstellung der ersten experimentellen Kleinobjekte technischen Fragen mehr Aufmerksamkeit geschenkt worden ist als architektonischen.

Doch in den letzten Jahren hat sich auf diesem Gebiet Einiges bewegt. Heute gibt es sowohl Neubauten als auch historische Gebäude, welche ohne Einbusse an gestalterischer Qualität strengste Energiestandards erfüllen – sei es, weil die entsprechende Technik unfauffällig in die Architektur integriert ist, sei es, weil die neue technische Ausrüstung auch neuartige Entwürfe generiert. Der Blickwinkel hat sich geweitet: weg vom missionarischen, totalitären Anspruch zu einer differenzierten Betrachtungsweise in grösseren Zusammenhängen. Mittlerweile sind städtebauliche und soziale Probleme, der Zusammenhang von Ideologie und Formensprache, der Gegensatz von technischer Innovation und traditioneller Gestaltung vieldiskutierte Themen. Und auch die Frage nach einem neuen «Ökolook» in der Architektur taucht auf.

Dieses Heft hat sich zum Ziel gesetzt, eine Einführung in die vielfältigen Themen des ökologischen Bauens zu verschaffen. Es soll also nicht um die Vertiefung einzelner technischer Aspekte gehen, sondern darum, die Komplexität der Aufgabe aufzuzeigen und Anregungen zu geben. Ein kurzes, thematisch geordnetes Glossar von Peter Dransfeld definiert und klärt die wichtigsten verwendeten Begriffe. Hansruedi Preisig und Katrin Pfäffli erörtern anhand zweier Beispiele, was Nachhaltigkeit in einem umfassenden Sinn im Bau bedeuten könnte. Christoph Gunsser und Dirk Althaus diskutieren bestehende beziehungsweise visionäre Siedlungsmodelle, René L. Frey untersucht die städtebauliche Entwicklung der Schweiz aus der Perspektive des Ökonomen. Dietmar Eberle weist auf die vielen Widersprüche und Chancen der ökologischen Architektur hin, warnt vor voreiligen Schlüssen und plädiert für den Versuch, technische Innovationen mit der kulturellen Dimension des Bauens in Einklang zu bringen. Parallel zu den theoretischen Beiträgen werden historische Beispiele und aktuelle Bauten aus der Schweiz, Deutschland, USA und den Niederlanden vorgestellt.

Rubriken

Romero & Schaefle Mehrfamilienhäuser, Dübendorf
De Architectengroep Öffentliches Teehaus, Rheten NL



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