Im Jahr 2001 erschien Heft 1 der archithese erstmals
unter dem Titel «Swiss Performance». Mit der Ausgabe
2004 liegt damit nun schon zum vierten Mal ein Jahresrückblick
auf Gelungenes, Spektakuläres oder Diskussionswürdiges
im aktuellen Schweizer Baugeschehen vor. Objektivität beanspruchen
wir nicht, weil es diese für eine Architekturzeitschrift auch
nicht geben kann; und manches, was in den Kontext von «Swiss
Performance» gehörte, hat schon Eingang in die vergangenen
fünf Hefte gefunden. Ein Blick zurück lohnt also, das
obligatorische Jahresregister in der vergangenen Ausgabe erleichtert
ihn.
Wie immer in «Swiss Performance» wurde die klassische
Trennung der archithese in Thementeil, aktuelle Architektur und
Rubriken vorübergehend suspendiert. Erstmals in diesem Heft
findet sich indes eine Sequenz von Bauten unter dem Rubrikentitel «Swiss
Unlimited». Berücksichtigt werden dort experimentelle
Bauten und Projekte, die unseres Erachtens über das Alltägliche
hinausweisen und auf andere, zum Teil utopische Pfade führen.
Von einer konkreten und realisierten Bar in Kapstadt reicht das
Spektrum bis hin zur Idee der Aushöhlung unseres Planeten,
um eine neue, ausgedehntere Lebenswelt zu schaffen. Dieses Projekt
von Christian
Waldvogel, das den Titel «Globus Cassus» trägt,
wurde unlängst von der Eidgenössischen Kunstkommission
als Schweizer Beitrag für die diesjährige Architekturbiennale
in Venedig ausgewählt und wird vom Sommer an im Schweizer
Pavillon in den Giardini zu sehen sein.
Die gewohnte Aufteilung
in findet sich dann wieder in den kommenden
Ausgaben. Heft 2 beschäftigt sich mit der zeitgenössischen
Diskussion um das Ornamentale, Heft 3 mit dem Thema «Architektur
und Alkohol», also mit Weingütern, Bars und Brauereien.
Heft 4 widmet sich dem Thema Ökologie, und Heft 5 setzt sich
mit westlichen Architekturexporten nach China auseinander.
Die durchaus
positive Resonanz, auf welche die vergangenen «Swiss
Performance»-Hefte gestossen sind, hat uns zum Nachdenken über
eine kompakte Ausgabe angeregt: Im Laufe des Jahres wird im Niggli-Verlag
eine Sonderpublikation erscheinen, in welchem vier Jahrgänge «Swiss
Performance» zusammengefasst sind, ergänzt durch zusätzliche
Beiträge zum Schweizer
Baugeschehen.
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