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Zum Verhältnis von Bauherr und Architekt
Im Gespräch mit Rolf Fehlbaum
Marke Eigenbau
Individuelles Kalkül und Gemeinsinn
Doormen, Gated Communities
Uma Casa Portuguesa
Iassen Markov – Häuser für Freunde und Bekannte
Captain, Capitalism, Communism –
Mastering the Masterplan
Psychopathologien des Architektonischen Viktorianismus
Der Wettbewerb für das MCBA in Lausanne
Schneider + Schumacher Städelmuseum, Frankfurt
Gion Caminada Reussdeltaturm, Seedorf
Christ + Gantenbein Bürogebäude, Liestal
François Dallegret: Machine Aesthetics and the Body
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Ob es den idealen Bauherren wirklich gibt, sei dahingestellt. Es scheint aber unter Architektinnen und Architekten Übereinkunft darüber zu bestehen, dass das Verhältnis zum Auftraggeber früher wenn auch nicht einfacher, so doch besser gewesen sei. Diese Feststellung ist mehr denn gegenwartskritische Nostalgie. Denn festzuhalten ist zweierlei: Zum einen wird der klassische Bauherr durch einen neuen Typus von Manager sukzessive marginalisiert, der Kostenoptimierung und Effizienz als primäre Ziele sieht und damit nicht mehr als Partner, sondern als Gegner empfunden wird, dessen Interessen jenen des Entwerfers diametral entgegenstehen. Der neue Manager korreliert mit einer von Anlagestrategien und Rendite bestimmten Ökonomie, welche sich im Bereich des Bauens dahin gehend auswirkt, dass nicht mehr der Nutzer selbst als Bauherr in Erscheinung tritt, sondern ein Anlageunternehmen oder ein Generalunternehmer. Schon allein diese Tatsache führt bauherrenseitig zu einem Verlust an Verantwortung; dass derjenige, der den Planungsprozess in die Wege geleitet hat, diesen auch bis zum Ende begleitet, ist dabei die Ausnahme.
Zum zweiten – und das hat mit der Flucht vor der Verantwortung zu tun – sind auf der Seite des Auftraggebers neue Funktionen und Berufe wie Generalunternehmner, Bauherrenberater und Konstenkontrolleure entstanden, die letztlich am Bau ebenfalls partizipieren wollen und damit den Spielraum des Architekten nicht nur in finanzieller Hinsicht beschneiden. Aber wo ein Herr ist, dort muss auch ein Knecht sein.
archithese zeigt verschiedene Facetten des Themas Bauherr und dokumentiert die Veränderungen, die negativen ebenso wie die positiven. Vorgestellt werden Exzentriker und Visionäre; zu sprechen sein wird aber über Ignoranz und Selbstgefälligkeit.
In eigener Sache: Die Leitung der bsmediagroup hat sich Ende Januar von J. Christoph Bürkle getrennt. Die Redaktion dankt ihm für 17 Jahre Engagement in Sachen archithese. Die Chefredaktion liegt fortan in den Händen von Hubertus Adam und Hannes Mayer.
Hubertus Adam, Hannes Mayer
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